Montag, 20. September 2010

Foto-Festival „NationalparkWattenmeer“ und Fotowettbewerb in Husum



Foto: Martin Stock


Am 29. April 2011 startet das vierte Foto-Festival Nationalpark Wattenmeer mit Vorträgen, Workshops und einem Fotowettbewerb in der Stormstadt Husum.

Der Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer ist eines der letzten großen Wildnisgebiete in Europa. Im Juni 2009 ist es zusammen mit dem Wattenmeer vor der niedersächsischen und der niederländischen Küste in die UNESCO-Liste der Weltnaturerbestätte aufgenommen worden.

Das Festival möchte daher unter dem Motto „Welterbe – Natur vom Feinsten“ die einzigartige Landschaftsvielfalt des Weltnaturerbes und anderer Schutzgebiete dieser Erde mit eindrucksvollen (Bild-)Vorträgen und herausragenden Ausstellungen dokumentieren.

Das Husumer Foto-Festival bietet aber wie schon in den Vorjahren auch die Möglichkeit, sich selbst fotografisch weiterzubilden. International und national bekannte Fotografen und Referenten vermitteln in ihren Workshops Grundkenntnisse der Fotografie, bieten Anregung und Raum für eigene Bildgestaltung. So lernen zum Beispiel die Teilnehmer, unscheinbare Details an Strand und Wegesrand zu entdecken und ins Bild setzen oder bekommen ein Gespür dafür vermittelt, wie man auch bewegte Objekte wie Vogelschwärme im Wattenmeer ästhetisch überzeugend fotografiert.

Foto: Florian Möllers

Die Workshops und Vorträge werden ergänzt durch fachkundige Fotomessen im Schloss vor Husum und im NABU-Naturzentrum im Katinger Watt, in denen namhafte Hersteller Neuigkeiten aus den Bereichen Fernoptik, Digiscopie und Fototechnik präsentieren.

Zwei qualitativ und kulturell hochwertige Ausstellungen im Husumer NordseeMuseum runden das Programm ab. Zu sehen sind die Siegerbilder des internationalen Foto-Wettbewerbs „Glanzlichter 2009“ sowie die außergewöhnlichen Ergebnisse der Ausschreibung „Europäischer Naturfotograf 2010“, die besonders durch ihre Authentizität bestechen, die verdeutlicht, wie behutsam und sensibel wir mit unserem Erbe, nämlich den unberührten Naturflächen auf unserem Planeten, umgehen sollten.

Ein weiteres Highlight des Festivals wird auch wieder der Fotowettbewerb sein, der natürlich thematisch passend das Weltnaturerbe Wattenmeer als Ausschreibungsmotto hat.

Gesucht werden die schönsten, stimmungsvollen und aussagekräftigsten Fotos, die die Einmaligkeit dieses Lebensraumes wiedergeben. Gefragt sind individuelle Sichtweisen, Bilder also, die die Wildnis, die Schönheit, die Tier- und Pflanzenwelt und die verborgenen Details dieses einzigartigen Naturraums Wattenmeer fotografisch umsetzen.

Den Gewinnern winken interessante Sachpreise wie ein Warengutschein im Wert von 500,- € von AC-Foto, ein Fotoflug über das Wattenmeer, ein Fotoseminar mit dem GEO-Fotografen Heinz Teufel sowie ein Wochenende auf der Insel Pellworm. Den prämierten Bildern des Wettbewerbes wird im Sommer 2011 eine eigene Ausstellung gewidmet.

Die Teilnahme ist natürlich gebührenfrei. Der Einsendeschluss ist der 31. März 2011. Ausschreibungsbedingungen und Teilnahmeunterlagen sind auf der Festivalwebsite, auf der auch das ausführliche Programm zu finden ist, abzurufen: http://www.foto-festival-nationalpark-wattenmeer.de .

Foto: Heinz Teufel

Weitere Informationen:

Foto-Festival Nationalpark Wattenmeer 29.April – 1. Mai 2011

Volkshochschule Husum e.V.; Theodor-Storm-Straße 2; 25813 Husum; Tel.: 04841 8359-0; Fax: 04841 8359-59; foto-festival@vhs-husum.de;

http://www.foto-festival-nationalpark-wattenmeer.de

Pressekontakt:

Dr. Katrin Schäfer; presse@foto-festival-nationalpark-wattenmeer.de; Tel.: 04841-939662

Freitag, 17. September 2010

Brahms-Konzert in Tönning

Ein deutsches Requiem von Johannes Brahms in Tönning

Eine Musik der großen Gefühle ist das „Deutsche Requiem“ op. 45 von Johannes Brahms. Der Mensch und seine Empfindungen stehen im Mittelpunkt dieses Werkes. Vergänglichkeit, Trost, aber auch Zuversicht sind die zentralen Gedanken des Werkes. Am Sonntag, 10. Oktober um 19.30 Uhr, führen der Propsteikantatenchor Eiderstedt und die Hamburger Camerata unter Leitung von Kreiskantor Christian Hoffmann in der Tönninger St. Laurentiuskirche das Requiem auf.

Brahms komponierte das siebenteilige Werk in den Jahren 1865-1868. Er stellte aus verschiedenen Stellen des Alten und des Neuen Testaments einen eigenen Text in deutscher Sprache zusammen und schuf damit eine musikalische Totenfeier, bei der nicht die Bitte um Erlösung der Toten, sondern das Leid und der Trost der Hinterbliebenen im Mittelpunkt stehen. Das Werk, das in keine Gattungsschublade passt, führte den damals noch recht jungen Komponisten zu internationaler Anerkennung.

An diesem Abend wird ebenfalls ein Werk des lettischen Komponisten Peteris Vasks zu hören sein.

„Viatore (Wanderer) für Streichorchester“ beschreibt den Weg eines Menschen durch die Zeit. Die Werke Vasks, der zur Sowjetzeit auf Grund seines Glaubens und seiner künstlerischen Überzeugungen den Repressalien der russischen Kulturdoktrin ausgesetzt war, haben in den vergangenen Jahren große Anerkennung gefunden. Seine Ballette, Chöre und Instrumentalwerke werden inzwischen weltweit von namhaften Künstlern aufgeführt.

Der Propsteikantatenchor Eiderstedt mit seinen neunzig Sängerinnen und Sängern hat sich intensiv auf das Konzert vorbreitet. Der Chor blickt auf eine lange Tradition von Oratorienaufführungen und Chorkonzerten zurück, so konnten zum Beispiel zusammen mit der Husumer Stadtkantorei die C-Moll Messe von W.A. Mozart und im Jahr 2009 das gesamte Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach zu viel beachteten Aufführungen gebracht werden.


Zwei Solisten aus Hamburg konnten für die Darbietung gewonnen werden. Die Oratoriensängerin Julia Barthe (Sopran) ist gefragte Solistin in den Hamburger Hauptkirchen und tritt auch im europäischen Ausland auf. Mathias Lüderitz (Bass) ist Gesangspädagoge an der Hamburger Musikhochschule und gefragter Solist im gesamten deutschen Raum.

Der Vorverkauf hat bereits begonnen. Karten sind in den verschiedenen Kategorien zu Preisen von 8,-€ bis 25,-€ bei der Firma Hamkens in Tönning am Markt, Tel.: 04861/356, zu erhalten.

Beachten Sie auch die ab 2. Oktober laufende Ausstellung im Hotel Miramar (Tönning): Johannes Brahms – „Ein deutsches Requiem“: Ausstellung zur Aufführungsgeschichte des Brahmsschen Werkes (bis 21.11.2010). http://schaeferkultur.blogspot.com/2010/09/johannes-brahms-ein-deutsches-requiem.html

Montag, 13. September 2010

Johannes Brahms – „Ein deutsches Requiem“

Ausstellung zur Aufführungsgeschichte des Brahmsschen Werkes im Hotel Miramar


Die Ausstellung, die ab 2. Oktober im Tönninger Hotel Miramar zu sehen ist, beleuchtet mit einer umfangreichen Zahl von Exponaten die mehr als 140jährige Aufführungsgeschichte von Johannes Brahms (1833 – 1897) erhabenen Werk „Ein deutsches Requiem“. Traditionell wird es in Hamburg, der Geburtsstadt von Brahms, seit 1906 als sog. Bußtagskonzert aufgeführt.



Dieter Feldtmann, Mitglied der Hamburger Brahmsgesellschaft, hat zu der Geschichte dieser Hamburger Bußtagskonzerte eine Ausstellung konzipiert, die sich mit den verschiedenen Epochen, den Dirigenten, Solisten, Aufführungsorten und natürlich den musikalischen Interpretationen des Requiems beschäftigt und sie anhand von historischen Dokumenten veranschaulicht.

Es trifft sich, dass am 10.10.2010 ebendieses Stück in der Laurentius-Kirche Tönning vom Probstei-Kantatenchor Eiderstedt und der Hamburger Camerata unter der Leitung des Kreiskantors Christian Hoffmann dargeboten wird. Eine perfekte Ergänzung zweier sich gegenseitig befruchtender Veranstaltungen.

„Ein deutsches Requiem“ (op. 45) durchlebte - auch noch nach seiner Uraufführung am Karfreitag, dem 10. April 1868, im Bremer Dom mehrere Überarbeitungsphasen und brach erstmals mit der Tradition eines Requiems, das bis dahin als reine Totenmesse verstanden wurde. Brahms stellt jedoch nicht die Verstorbenen in den Mittelpunkt, sondern die trauernden Hinterbliebenen: ihnen, also den Lebenden, Trost zu spenden, war der Ansatz des Komponisten.


Seinen profunden Bibelkenntnisse ist es zu verdanken, dass Brahms für den Text explizit Stellen aus dem Neuen und Alten Testament auswählen konnte, die sich mit den Themenkomplexen „Trost für die Trauernden“, „Linderung des Schmerzes“ bis hin zur Anerkennung des Todes als Teil des Lebens beschäftigen. Und er tat dies auf Deutsch; für damalige Verhältnisse ein Wagnis, denn bisher folgte ein Requiem streng dem lateinischen Text der katholischen Liturgie.

Die in der Ausstellung dargestellte Geschichte der Hamburger Bußtagskonzerte ist, obwohl sie vorwiegend auf Hamburg ausgerichtet ist, dennoch ein Spiegel der gesamten Brahms-Requiem-Rezeption der letzten 100 Jahre. Nicht nur für Musik- und Brahmsliebhaber ist es spannend, zu verfolgen, wie die unterschiedlichen Interpretationen und Aufführungsarten ein Werk beeinflussen können und wie unterschiedlich es von Publikum und Kritik aufgenommen wird.

1897 schrieb ein Rezensent der „Hamburger Nachrichten“: „Das deutsche Requiem wird wahrscheinlich jenes Werk sein, mit dem Brahms in die kommenden Jahrhunderte hinüberlebt“. Mit dieser Prognose behielt er recht; die Uraufführung machte Brahms quasi über Nacht berühmt und der bis heute ungebrochene Erfolg des Stücks liegt sicher daran, dass die Einfühlsamkeit des Stückes wie kaum ein anderes beweist, dass Musik tröstend wirken kann.

Die Ausstellung wird ergänzt durch einige künstlerische Interpretationen der KUKI-Kinder, die unter der Anleitung der Kunstpädagogin Regina Janzen entstanden sind.

Eröffnung: 2.10.2010, 17 Uhr; im Anschluss besteht die Möglichkeit, das 3-Gänge-Menü „Essen wie Brahms“ im Restaurant Windrose zu genießen (Reservierung unter: 04861-9090)

Einführung in die Ausstellung: Prof. Dr. Karl-Heinz Reinfandt (Musikwissenschaftler, Universität Kiel)

Musikalische Begleitung: Christian Hoffmann und Asmus Winter.

Dauer der Ausstellung: 2.10.2010. – 21.11.2010

Öffnungszeiten: tägl. 8.00 Uhr bis 23.00 Uhr.

Hotel Miramar, Westerstr. 21, 25832 Tönning, Tel.: 04861-9090. http://nordsee-hotel-miramar.de/

Mittwoch, 8. September 2010

Der Schimmelreiter

Theodor Storms bekannteste Novelle "Der Schimmelreiter" steht in diesem Jahr im Mittelpunkt der Storm-Tagung in Husum.
http://www.storm-gesellschaft.de/?seite=44444

Aus diesem Anlass präsentierte gestern Jens Rusch in der Husumer Buchhandlung Weiland seinen "Illustrierten Schimmelreiter".



Signierte Exemplare sind in der Buchhandlung und am Samstag, 11.9.2010, zur Mitgliederversammlung und zum Festvortrag der Stormtagung an einem eigenen Stand in der Aula der Hermann-Tast-Schule erhältlich!

Weitere Informationen zu den Schimmelreiter-Illustrationen finden Sie hier:
http://www.jens-rusch.de/index.php/Schimmelreiter
sowie beim Deich-Verlag:
http://deich-verlag.de/index.php?id=schr