Samstag, 22. Januar 2011

Otmar Alt im Haus Peters




„Kunst heißt: ein Zeichen setzen“ – so hat es Otmar Alt einmal als künstlerisches Motto formuliert.

Otmar Alt (* 1940) hat solche Zeichen gesetzt, reichlich, vielfältig und in vielerlei Formen. Seine Bild- und Formensprache ist unverwechselbar. Seit Jahrzehnten zählt er zu den renommiertesten Gegenwartskünstlern.

Aktuell zeigt das Haus Peters in Tetenbüll eine repräsentative Auswahl seines Lebenswerkes.

Otmar Alt zeigt sich als einer, der frei ist vom Einfluss des Zeitgeschmacks und der sich zugleich die Freiheit nimmt, die Kunst aus ihrem elitären Elfenbeinturm zu lösen und sie so jedem jederzeit zugänglich zu machen.

„Kunst kommt von Künden“ hat er gesagt – und meint damit nicht nur die Wirkung eines Kunstwerks auf den Betrachter, sondern auch die besondere Verantwortung des Künstlers: Kunst muss eine breite Öffentlichkeit erreichen können, sie muss für jeden, unabhängig von sozialem Stand und finanziellem Status, erreichbar sein.

Für ihn ist es daher selbstverständlich – und keineswegs ein Tabubruch – seine Kunst auch zu vermarkten und ihr Funktionalität zu zuweisen; so wird jeder Mensch in das Kunstwerk mit einbezogen, indem er es funktionell benutzen kann. Darum präsentiert die Ausstellung auch so unterschiedliche Objekte wie Armbanduhren, Kunst- und Siebdrucke, Kochbücher, ein Malbuch für Kinder, Skulpturen aus Kristallglas (hergestellt von Rosenthal), Radierungen und hochwertige Acryl/Leinwand-Malereien, darunter eigens für diese Ausstellung geschaffene Arbeiten.

Otmar Alt sich sein persönliches künstlerisches Vokabular erarbeitet: Leuchtende Farben, flächig ausgefüllte Formen, schwarze Konturlinien.

Seine Bildwelten sind geprägt durch phantastische Elemente; wunderliche Wesen gibt es da, Misch- und Fabelwesen wie „Kammäugler“, oder „Lippenschnäbler“. Hier entsteht eine heitere Welt, die manchmal gar kindlich und verspielt anmuten mag. Kindlich heißt hier nichts anderes als mit unverstellten, offenen Blick die Welt in sich aufzunehmen und sie gewissermaßen auch aufzudecken. Kinder und Narren sprechen die Wahrheit, so sagt man, und Alts Mischwesen, die Katzen, die Clowns, die Artisten sind letztlich Darstellungen, die uns deshalb schmunzeln lassen, weil man sich in Ihnen selbst wiederfinden kann und weil sie, wie es der Künstler postuliert, „Phantasie, Witz, Charme, Lust und Sinnlichkeit“ repräsentieren.

Bis 27. Februar 2011

Dienstag bis Sonntag von 14 bis 18 Uhr

Januar/Februar nur Sa/So von 14 bis 18 Uhr

Eintritt frei

Haus Peters, 25882 Tetenbüll, Dörpstraat 16, Tel.: 04862 – 681

http://www.hauspeters.info